Alles über Ihr Gehör
Woran Sie einen Hörverlust bemerken und wie Sie Ihr Gehör schützen. Dazu ein kurzer Blick ins Ohr selbst.
15 Millionen Menschen in Deutschland haben einen Hörverlust. Die Zahl steigt.
Anzeichen einer Hörminderung erkennen
Vier Situationen, in denen sich ein Hörverlust oft zuerst zeigt.
Fernseher und Radio laufen lauter
Andere im Raum finden den Fernseher zu laut, Ihnen kommt er normal vor. Bei einem Hörverlust gehen meist zuerst die mittleren und hohen Frequenzen verloren. Gerade sie machen Sprache klar.
Gespräche im Restaurant
Am Nebentisch klappert Geschirr, und Ihr Gegenüber ist plötzlich schwer zu verstehen. Sie bitten öfter um Wiederholung. Fehlen Ihnen dabei einzelne Wörter oder ganze Sätze, kann das auf eine leichte Schwerhörigkeit hindeuten.
Sprache klingt undeutlich
Konsonanten wie F oder SCH liegen hoch, Vokale wie A oder O tief. Lässt das Gehör in den Höhen nach, hören Sie die Vokale noch, die Konsonanten aber nicht mehr sicher. Dann klingt Sprache verwaschen, obwohl sie laut genug ist.
Kinderstimmen
Kinderstimmen liegen höher als die Stimmen von Erwachsenen. Deshalb fällt ein Hörverlust oft zuerst beim Enkel auf, der am Telefon etwas erzählt.
Wie funktioniert unser Gehör?
Das Ohr nimmt nicht nur Geräusche wahr. Es hilft uns auch einzuschätzen, woher ein Geräusch kommt und wie groß ein Raum ist.
Eine Schallquelle sendet Schallwellen aus. Die Ohrmuschel fängt sie auf und leitet sie durch den Gehörgang zum Trommelfell. Von dort geht es weiter ins Innenohr, zu den Haarsinneszellen. Sie wandeln die Schwingungen in elektrische Impulse um. Über den Hörnerv erreichen diese das Gehirn.
Am besten hören wir zwischen 500 und 4.000 Hertz. Dieser Bereich heißt Sprachbereich. Hier verstehen wir Sprache am deutlichsten.
Arten der Höreinschränkung
Schallleitungsschwerhörigkeit
Hier liegt die Störung im Außen- oder Mittelohr. Der Schall kommt nicht richtig bis zum Innenohr, zum Beispiel weil der Gehörgang verschlossen ist. Rund 20 % aller Höreinschränkungen gehen auf die Schallleitung zurück.
Schallempfindungsschwerhörigkeit
Die Ursache sitzt im Innenohr oder am Hörnerv. Oft sind Haarzellen dauerhaft geschädigt. Dann hören Sie einen Teil der Töne schlechter.
Hörverlust vorbeugen
So schützen Sie Ihr Gehör
Lärm meiden
Ab etwa 120 Dezibel tut Schall weh. Schaden nimmt das Gehör aber schon bei deutlich weniger. Halten Sie im Konzert Abstand zu den Lautsprechern.
Gehörschutz tragen
In lauten Umgebungen hilft Gehörschutz. Am besten sitzt einer, der nach einem Abdruck Ihres Gehörgangs gefertigt wurde. Diesen Gehörschutz nach Maß bekommen Sie bei uns, etwa für die Werkstatt oder die Probe mit der Band.
Regelmäßige Hörtests
Wir empfehlen, das Gehör einmal im Jahr testen zu lassen. Der Hörtest bei uns ist kostenlos. Im Vergleich mit dem Vorjahr sehen Sie, ob sich etwas verändert hat.
Nicht zu lange warten
Lassen Sie einen Hörverlust abklären, sobald Sie ihn bemerken. Ob und welches Hörgerät Ihnen hilft, zeigt das Probetragen. Das ist bei uns kostenlos.
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